Innen-Leben

Mit PEP gegen Angst und Unsicherheit

Auf dieser Seite sind drei Poster mit Anleitungen und fünf kleine YouTube Videos mit Michael Bohne zu sehen, die eine Unterstützung in diesen beispiellosen Zeiten anbieten sollen. 

Dabei geht es um:

  1. Einführende Worte zum Leben in der Krise
  2. Stärkung der eigenen Kernbedürfnisse mittels Selbststärkungssätzen
  3. Klopfen gegen die Angst, den Stress, das Unbehagen und Zwischenentspannung
  4. Die Psyche immunisierende, stärkende Gedanken finden und als Kraftsätze nutzen
  5. Erkennen und überwinden der Big Five Lösungsblockaden

(1)
Einführende Worte zum Leben in der Krise


(2)
Kernbedürfnisse und Selbststärkungssätze


(3)
Klopfen und Zwischenentspannung


(4)
Immunisierende Kraftsätze


(5)
Big Five Lösungsblockaden


Für die derzeitige Situation, die Menschen in allen Ländern dieser Erde erleben, haben wir wenige bis keine Modelle und Erfahrungen. Wir alle befinden uns in einer Krise. Wichtig erscheint, hier auf die Bedeutung des Wortes Krise hinzuweisen. Krise bedeutet, kritischer Wendepunkt im Verlauf einer akuten Krankheit. D.h. die Krise läutet aus medizinscher Sicht die Wiedergesundung ein, man ist also auf dem aufsteigenden Ast. Im Chinesischen bedeutet das Zeichen für Krise Gefahr und Gelegenheit zugleich. Krise wird mit weiji 危机 übersetzt, Chance mit jihui 机会. Beiden gemeinsam ist also das Zeichen ji 机, das u.a. Gelegenheit bedeutet. Wei dagegen heißt Gefahr, sodass in weiji die Bedrohung, aber auch ein Element der Wende zum Besseren enthalten ist (Quelle: Die Zeit). Der Begriff Krise im Chinesischen bedeutet gemäß der klassischen Wortinterpretation jedoch eher das Potential einer Gefahr, einer Zerstörung bzw. einer Schädigung. In dem Schriftzeichen die Chance zu erkennen, ist eher eine westliche Interpretation, die wohl aber auch von Chinesen übernommen wurde (vielen Dank an Dr. Jia-Jing Lee und Manuela Beyeler für die Aufklärung).

Wichtig ist auch, dass wir in einer Situation leben, die ein vorübergehender Zustand ist. Und wie heißt es so schön, wir Menschen wachsen nicht in unserer Komfortzone, sondern an unseren Rändern. Und nirgendwo können wir unsere Widerstandskraft besser trainieren, als in echten Herausforderungen und in Krisen. Menschen, die extreme Belastungen überlebt haben, haben im Nachhinein oftmals festgestellt, dass ihre Haltung von Leichtigkeit, Zuversicht und nicht zuletzt Humor für ihre Psyche, aber auch für ihren Körper überlebensnotwendig waren. Als Buchtipp sei hier nur an das Buch des Arztes Viktor Frankl „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ hingewiesen. Auch der Film „Das Leben ist schön“ von Roberto Bengini mag hier als wunderbares Beispiel dienen.  Aber um in der Krise die Gelegenheiten zu erkennen und nicht komplett von den möglichen Gefahren absorbiert zu sein, braucht es eine emotional möglichst entspannt innere Haltung. Alle Emotionen wind wichtig und haben einen handlungsmotivierenden Zweck. Emotionen können aber in Extremsituationen auch zu stark oder in die falsche Richtig vorhanden sein. 

Derzeit erleben wir, dass unsere drei Kernbedürfnisse (nach Gabriela von Witzleben) verletzt werden. Unsere Autonomie wird durch die einschränkenden Maßnahmen, die wir zzt. erleben, massiv eingeschränkt, das Gefühl von Überblick und Orientierung fehlt zzt. an vielen Stellen, da niemand ganz genau weiß, wie und wie lange es so weitergeht und unser Bedürfnis nach Beziehung können wir zzt. nicht so leben, wie wir es uns wünschen und wie wir es dringend bräuchten.

Eva Rosenkranz (Psychologische Beraterin und Coach) hat vorgeschlagen, statt von „social distancing“ (also sozialer Distanz) eher von „spatial distancing“ (also räumlicher Distanz) zu sprechen. Das macht einen Unterschied. Menschliche Nähe und Beziehung sind heilsam und wichtig und brauchen wir in solchen Zeiten mehr denn je. Somit sollten wir möglichst viel soziale Nähe bei räumlicher Distanz leben (Matthias Varga von Kibéd).

Wenn wir nun die Krise zu Haus bleibend erleben, können sich schwelende (Beziehungs-)Konflikte und unbearbeitete Themen melden und uns ganz schön beuteln. Diese können jetzt, da sie sich zeigen, aber auch gut angegangen werden. In vielen Familien oder bei vielen Singles kommen noch finanzielle und existenzielle Sorgen hinzu. Bei anderen wiederum gehen durch das gerade Erlebte alte Wunden aufgehen. So z.B. wenn das Schlange stehen, die leeren Regale oder die Ausgehbeschränkungen einen an frühere, schlechte bzw. belastende Zeiten erinnern. Hier kann es schon hilfreich sein, sich klarzumachen, dass in das jetzige Erleben alte Erlebnisse hineinfunken können. 

Diese belastenden Emotionen zu regulieren ist ein Ziel des emotionalen Selbstmanagements. Und emotionales Selbstmanagement brauchen wir in einer solchen herausfordernden Situation mehr denn je. Unter anderem auch, da wir uns jetzt nicht alle auf die Couch legen und therapieren lassen können. Jetzt geht es darum, uns selbst zu empowern. Es geht darum, das aus der Psychotherapieforschung am wirksamste zu praktizieren, nämlich die Erfahrung von Selbstwirksamkeit zu machen und unsere individuelle und kollektive Heilungszuversicht zu aktivieren.

Und wie können wir unsere Psyche vor Angriffen immunisieren, unsere Selbstwirksamkeit  aktivieren und unsere Emotionen selbst beruhigen?

In der Praxis haben sich da zwei Wege als besonders hilfreich erwiesen: 

  1. Belastende, einschränkende, Sorgen bereitende Emotionen sollten vermindert, reduziert werden.
  2. Einschränkende, angstmachende und katastrophisierende Gedanken sollten nicht die Vorherrschaft haben, sondern wir sollten Mut, Sinn und Zuversicht machenden Gedanken Raum geben. 

Letztendlich geht es zzt. um eine Immunisierung der Psyche – eine Impfung der Psyche gegen zu starke Ängste und Hoffnungslosigkeitsgefühle. Es ist wichtig, die Herdenimmunität gegen belastende Emokokken (also infektiöse Gefühle wie z.B. Ängste, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung) und energieraubende Kognokokken (also ungünstige und lähmende Gedanken) abzubauen, zu reduzieren oder zu transformieren.

Hier bieten sich die Klopftechniken zur Reduktion von Ängsten besonders an, da sie ein sehr starkes Selbsthilfepotential haben. Aber auch einschränkende Gedanken und Lösungsblockaden, können wie bereits erwähnt uns zzt. das Leben schwer machen, somit macht es Sinn, diese zu überwinden. Letztendlich geht es darum, unseren Geist auf selbststärkende Aspekte zu fokussieren, damit wir als Einzelwesen, aber auch als Gemeinschaft, möglichst gut gestärkt aus dieser Krise herauswachsen können.



43 Antworten auf „Innen-Leben“

Hier in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wimmelt es nur so von kompetenten Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen. Und gerade hier und jetzt tut es so gut, zu klopfen und zu kurbeln. Dieses spezifische Tool ist Gold wert. Vielen Dank!!

Mein Netzwerk hat mir schon viele dankbare Kommentare für die Karten gesendet. Jetzt schenkst du uns die komplette Anwendung, die man durch die Videos und Bilder gut lernen kann. Werde ich weiterleiten. Das ist großartig, vielen Dank.

Lieber Michael,
Einfach + Grandios, Danke!!! Bin sehr froh darüber und leite dankbar weiter.
Hier noch ein Zitat meiner Österreichischen Lieblingswirtin: “ Nie war es wichtiger, gemeinsam einsam zu sein“ Ganz herzliche Grüße und Wünsche für Euer Wohlergehen auch in dem schönen Hannover aus dem wilden Süden Verena

Lieber Michael
Vielen lieben Dank für deine Inspiration in diesen besonderen Zeiten. Ich arbeite täglich (jetzt einfach online) mit PEP® und bin sehr dankbar das ich mit diesem Tool Menschen weiterhelfen kann. Gerne leite ich dein Geschenk meinen Klienten weiter. Top Illustrationen!
Du bist und bleibst einfach eine coole Bohne ;o)
Bleib gesund & herzlichen Dank
Mike

Herzlichen Dank, für die hilfreichen Infos
besonders für die Anregungen zum Überwinden
der Lösungsblockaden.

Lieber Michel und liebe (unbekannte) Sabine,
Klugheit und Pragmatismus geniesse ich ja schon immer mir Dir. Für Eure Groß- und -zügigkeit bin ich abermals dankbar- für mich und alle, die davon profitieren werden.

Lieber Michael und liebe Sabine,
was für eine wunderbare Arbeit Ihr macht! Ich leite eure Geschenke sehr gerne an mein Netzwerk weiter, herzlichen Dank!
So können wir unserer Aufgabe, Menschen mit ihren Ressourcen zu verbinden, leichter nachkommen!
Herzliche Grüße aus Kassel, Jutta Leimbach

KlasseI Ich wollte meinen Coachees selbst was zur Verfügung stellen und dachte schon ‚Oh, Göttin! Nun musst du das auch noch selbst produzieren!‘ Und schwuppdiwupp isses da! Danke! Ich verbreite ‚viral‘ weiter…

Ich danke Euch ganz herzlich für die super gelungene und an die aktuelle Situation so hilfreich angepaßte Darstellung von PEP.
Ich habe den Link schon an ganz viele weitergeleitet und natürlich auch noch zusätzlich persönlich schmackhaft gemacht, da merkt man die Begeisterung auch übers Telefon 🙂
herzliche Grüße aus Bayern, Barbara

Wie immer ist der Grad an Verdichtung komplexer Inhalte und die Präzsion der angebotenen Instrumente beeindruckend. Diese Kunst zu beherrschen ist Michael Bohne gegeben. Damit macht er uns für die Ausrichtung in der Krise und für die Vorbereitung nach der Krise ein unbezahlbares Geschenke auf allen Ebenen. Danke Micha!

Eine Super Initiative, vielen herzlichen Dank. Alles ist so gut verständlich und selbstwirksam, das tut gerade allen gut!😊
Und die neuen Karten sind dafür wirklich top – und in so vielen Sprachen. Gelandet sind sie bereits in Michigan, nach Polen und Spanien gehen sie dann noch. Gracias a todos, an Dich Michael und alle die beteiligt sind!

Lieber Michael und unbekannterweise liebe Sabine,
habt herzlichsten Dank für Eure großartige Arbeit und schenkende Wertehaltung! Sämtliche meiner Freunde, Coachees, Supervisanden und Mitarbeiter erhielten Euren link und einen Anhang mit dem Kartenset… Die Rückmeldungen sind phänomenal gut…
Als nächstes will ich meine Kontakte zu Lehrern nutzen und schauen, wie ich dort Eure Seite vernetzen kann.
In der Hoffnung auf erdumspannende Verbreitung :-)…
Lieber Gruß,
Bettina / bekennende Pepologin

Super und genial, was Ihr ganz schnell und perfekt entwickelt habt für alle in dieser wirklich ungewöhnlichen Zeit.
Wir haben es an unsere Patienten, an die Familie und an Freunde weitergeleitet.
Euch schicken wir eine große Portion Dankbarkeit für diese sehr hilfreiche und wertvolle Unterstützung.
Andrea & Michael Kosak

Seit einer Woche beglücke ich nun unser KJP-Klinikpersonal berufsgruppenübergreifend mit dem Kartenset.
Ein Geschenk! Wunderbar! Vielen Dank!
Sabine Hoffmann

Daaanke !
Schließe mich allen guten Worten an.
Unglaublich, was Euch da gelungen ist.
Große, große Freude !
Habe und werde noch einige anstecken…
sonnige Grüße aus Oldenburg
Christine

Lieber Michael und liebe Sabine
Ganz herzlichen Dank für diese grosszügigen und hilfreichen Anleitungen und Karten. Mehrere Klientinnen haben mir gemeldet, wie gut ihnen die Videos und Anleitungen getan haben. Sie sind dankbar und erleichtert und ich mit ihnen! Echt toll!

Lieber Michael, liebe Sabine,

vielen Dank für diese so schnell umgesetzte Idee. PEP hat einen festen Platz in meiner täglichen Arbeit- und momentan noch einen größeren. Das Kartenset ist vielfach weitergegeben und die Seite kommuniziert. Ich bin begeistert. Beste Grüße aus Berlin. Holger

Lieber Michael, 1000 Dank für die sehr nützlichen Videos und PDFs! Eine super Aktion! Da ich in einem Netzwerk für Ärztinnen und Ärzte in Krisensituationen in der Schweiz mitarbeite, werde ich das gerne „mit der Giesskanne“ an viele, die jetzt Hilfe brauchen, weiterverbreiten…

Lieber Michael, liebe Sabine,
erst jetzt komme ich dazu herzlichst zu danken. Klopfen, Kurbeln, gute Sätze.. wirken auch sehr gut in der Videosprechstunde. Lieber Michael „Auch wenn ich im Schwabenländle wohne, freue ich mich immer über Anregungen von Hannover, und deshalb sind wir auf einem besonders gutem Weg mit Euren Ideen. „Herzliche Grüße Gabriele

Wie großartig, wie hilfreich und großzügig. Danke dafür in dieser Zeit. Danke auch für das verständliche Anleiten und die sehr durchdachten Elemente dieser einmaligen Seite. Das streue ich gern weiter und bin mir sicher, dass es dankbar genutzt wird.

lieber dr. bohne, ich habe das KLOPFEN bei einem coaching-kongress des IACC in hannover kennengelernt. dort hat mich ihre methode schnell überzeugt, weil ich das klopfen selbst als so angenehm empfand. tatsächlich hat es mir in den zeiten danach in angst-situationen geholfen. ihr klopf-buch steht in meiner bibliothek, aber ich habe lange nicht mehr an das verfahren gedacht. nun begegnet mir der hinweis auf ihre homepage in einem newsletter zu epidemie-zeiten. so habe ich noch einmal gelegenheit, mich gründlich damit zu beschäftigen. vielen dank.

Vielen Dank Euch für die grosszügige Schatzkiste zur Krisenbewältigung.
Klopfen tut so gut, jetzt auch beim ‚Rauskommen vom Lockdown, um wieder lockerer und vertrauensvoller zu werden. Die Leute sind dankbar für die hilfreiche Anregung und für mich ist es ein herrlicher Refresher.

Eine wirklich großartige Idee. Vielen Dank für diese Anleitungen. Ich durfte das Klopfen schon vor ca. 20 Jahren kennen lernen und es hat mir in vielen brenzligen Lebenssituationen geholfen. Die Methode von Dr. Bohne finde ich großartig und einzigartig.
Herzliche Grüße,
Christian Gremsl

Herzlichen Dank für diese Hilfen zur Selbsthilfe! Ich werde die Techniken auch an andere Leute „weitergeben“.

Sehr sympathisch, sehr interessant, sehr großzügig von euch!

Lieber Michael und unbekannterweise liebe Sabine,
DANKE! DANKE! DANKE! Erfreulicherweise konnte ich PEP noch im Februar lernen und bin nun mehr als dankbar für den Kompaktkurs für alle! So vereinfacht und verdichtet! Gebe ich immer gerne weiter und arbeite damit auch praktisch. Möge Eure Arbeit doppelt und dreifach belohnt werden!

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